DECOMM 2011
Die erste Deutsche Konferenz zum Mobilitätsmanagement


Am 14. und 15. Juni 2011 fand in Dortmund erstmalig die Deutsche Konferenz zum Mobilitätsmanagement (DECOMM) statt. Gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung.

Veranstalter der DECOMM 2011 waren das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) und die Stadt Dortmund. Unterstützt wurde die Konferenz von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e. V. (SRL). Die Initiative von ILS und ivm begründete sich aus den jeweils langjährigen Aktivitäten im Mobilitätsmanagement und der aktiven Beteiligung am Aktionsprogramm für Mobilitätsmanagement „effizient mobil“. Darüber hinaus unterstützt das ILS aktuell als Projektpartner des EU-Projekts EPOMM PLUS den Aufbau eines nationalen Netzwerks in Deutschland. Die ivm GmbH vertritt seit 2010 das Land Hessen in der EPOMM.

Inhaltlich wurden auf der DECOMM 2011 bewusst die Entwicklungen der letzten beiden Jahre, die maßgeblich durch das Aktionsprogramm „effizient mobil“ geprägt waren, aufgegriffen. Damit sollte der durch „effizient mobil“ initiierten bundesweiten Auseinandersetzung mit Mobilitätsmanagement Kontinuität verliehen werden.

In seinem einführenden Vortag zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit im Verkehr stellte Mathias Samson, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auch die wachsende Bedeutung von Mobilitätsmanagement auf kommunaler oder betrieblicher Ebene heraus. Dr. Jürg Sparmann, ivm GmbH stellte in seinem Beitrag „Netzwerke zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität“ die Notwendigkeit einer engen Vernetzung und einer offenen Kommunikationskultur auf nationaler Ebene heraus. Dr. Herbert Kemming, ILS und Heike Mühlhans, ivm GmbH zeigten die Bedeutung und Entwicklung internationaler Netzwerke auf und machten deutlich, dass es auch in Deutschland Strukturen und Prozesse braucht, um Mobilitätsmanagement voranzutreiben.

Unter dem Titel „Mobilitätsmanagement hat einen Namen“ wurden Erfahrungen und zentrale Ergebnisse des Programms „effizient mobil“ vorgestellt und deren Bedeutung für die zukünftige Entwicklung von Mobilitätsmanagement diskutiert. Stefan Haendschke von der Deutschen Energie-Agentur GmbH formulierte Strategien für Mobilitätsmanagement in den Bereichen Ausbildung, Stadtplanung, Förderung und steuerliche Rahmenbedingungen. Doris Bäumer und Mechtild Stiewe (beide ILS) erläuterten Ziele und Methodik der Evaluation und führten aus, welche Wirkungen und Potentiale sich aus „effizient mobil“ für Mobilitätsmanagement ableiten lassen.

Im zweiten thematischen Block „Mobilitätsmanagement erfolgreich verankern“ erläuterten Ulrich Malburg (Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW) und Volkhard Malik (Ministerium für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg) die jeweiligen Ansätze zur Verankerung, Förderung und Unterstützung von Mobilitätsmanagement auf Landesebene. Dr. Ulrike Reutter (ILS/imove-Institut für Mobilität und Verkehr) zeigte die Möglichkeiten und Grenzen einer frühzeitigen Verankerung von Mobilitätsmanagement in die räumliche Planung auf. Astrid Samaan (Wissenschaftsstadt Darmstadt) führte den Darmstädter Ansatz zur Integration von Mobilitätsmanagement in die städtebauliche Entwicklung aus. und machte deutlich, dass Mobilitätsmanagement zukünftig eine zentrale Rolle bei der Stadt- und Verkehrsplanung spielen wird.

Der dritte Teil stellte unter dem Titel „Mobilitätsmanagement gemeinsam umsetzen“ die Region als Bezugsraum für Mobilitätsmanagement in den Mittelpunkt der Betrachtung. Dr. Martin Schreiner (Landeshauptstadt München) erläuterte die Bedeutung des Engagements der Stadt München und der Metropolregion München für die Initiierung kommunaler Aktivitäten in der Region. Matthias Altenhein (Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation) berichtete über die regionalen Aktivitäten des Netzwerkes Südhessen. Winfried Sagolla von der Stadt Dortmund erläuterte abschließend die Ziele und Aktivitäten des durch „effizient mobil“ initiierten Städtenetzwerkes Ruhrgebiet.

Zum Abschluss der Tagung fanden am 15. Juni drei parallele Workshops statt. In Workshop 1 erörterten Conny Louen (Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen) und Doris Bäumer Methoden zur Evaluierung betrieblicher Mobilitätsmanagementmaßnahmen. Der zweite Workshop widmete sich dem Jobticket als zentralem Baustein betrieblicher Mobilitätsmanagementkonzepte. Der dritte Workshop mit einem Impulsreferat von Dr. Volker Blees (Verkehrslösungen Blees) diskutierte Möglichkeiten der Verankerung in kommunalen Plänen und Programmen.

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Die Konferenzbeiträge und das Programm der diesjährigen DECOMM finden Sie hier.

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